Weihnachten 2026 bei Miss-Scully

Weihnachten ist für viele Familien die schönste Zeit des Jahres – und für Hunde und Katzen eine Zeit voller neuer Gerüche, Geräusche und Versuchungen. Damit die Festtage für alle Zwei- und Vierbeiner entspannt und sicher verlaufen, haben wir unsere Erfahrungen aus vielen Jahren mit Scully und die wichtigsten Empfehlungen von Tierärztinnen und Tierärzten in diesem grossen Weihnachts-Ratgeber zusammengefasst. Sie erfahren, welche Festtagsgefahren oft unterschätzt werden, wie Sie Ihr Tier sinnvoll beschenken, was bei Festtagsessen wirklich auf den Napf darf und wie Sie den Jahreswechsel stressfrei gestalten.
Festtage mit Hund und Katze geniessen
Kerzenschein, Tannenduft, Besuch von Familie und Freunden – die Adventszeit verändert den Alltag in jedem Haushalt. Für uns Menschen bedeutet das Vorfreude, für Hunde und Katzen zunächst einmal: Veränderung. Der gewohnte Tagesablauf verschiebt sich, die Wohnung sieht anders aus, es riecht ungewohnt, und ständig passiert etwas Neues. Manche Tiere finden das spannend, andere reagieren mit Unruhe oder ziehen sich zurück.
Unser Westie Scully liebt die Weihnachtszeit – vor allem, weil mehr Menschen im Haus bedeuten: mehr Streicheleinheiten und mehr heruntergefallene Krümel. Genau darin liegt aber auch die grösste Gefahr der Festtage. Was für uns ein Genuss ist, kann für Tiere gesundheitsschädlich oder sogar giftig sein. Wer die Risiken kennt, kann sie mit wenigen Handgriffen entschärfen und die Feiertage unbeschwert geniessen.
Die gute Nachricht vorweg: Es braucht keinen tierfreien Weihnachtsbaum und kein abgesperrtes Wohnzimmer. Mit etwas Planung, den richtigen Produkten und einem wachsamen Auge feiern Hund und Katze problemlos mit. In diesem Beitrag gehen wir Raum für Raum, Situation für Situation durch, worauf es ankommt – vom Adventskranz über das Festtagsmenü bis zum Feuerwerk an Silvester.
Nehmen Sie sich vor dem grossen Trubel einen Moment Zeit und gehen Sie die folgenden Kapitel durch. Vieles lässt sich in wenigen Minuten vorbereiten: giftige Pflanzen ausser Reichweite stellen, Schokolade wegräumen, einen Rückzugsort einrichten. Ihr Tier wird es Ihnen danken – und Sie ersparen sich im schlimmsten Fall einen Notfallbesuch beim Tierarzt zwischen den Jahren.
Giftige Leckereien: Was niemals in den Napf gehört
Schokolade steht auf Platz eins der weihnachtlichen Gefahrenliste. Der enthaltene Wirkstoff Theobromin kann von Hunden und Katzen nur sehr langsam abgebaut werden. Je dunkler die Schokolade, desto höher der Theobromingehalt und desto gefährlicher der Verzehr. Bereits kleine Mengen Zartbitterschokolade können bei einem kleinen Hund wie einem Westie zu Erbrechen, Durchfall, Herzrasen und Krampfanfällen führen. Bewahren Sie Schokolade deshalb grundsätzlich in geschlossenen Schränken auf – nicht unter dem Baum und nicht in Geschenkpackungen auf dem Boden.
Weniger bekannt, aber ebenso gefährlich sind Weintrauben und Rosinen, wie sie im Christstollen, im Früchtebrot und in vielen Guetzli stecken. Schon geringe Mengen können bei Hunden akutes Nierenversagen auslösen. Auch Macadamianüsse sind für Hunde giftig, ebenso Zwiebeln und Knoblauch, die in Braten, Saucen und Füllungen reichlich vorkommen. Für Katzen kommt die Gefahr durch rohen Hefeteig hinzu, der im Magen weitergärt.
Vorsicht auch bei zuckerfreien Süssigkeiten: Der Zuckerersatzstoff Xylit (Birkenzucker) ist für Hunde bereits in kleinsten Mengen hochgiftig und führt zu einem lebensbedrohlichen Abfall des Blutzuckers. Kaugummis, zuckerfreie Guetzli und manche Nussmuse enthalten Xylit – ein Grund mehr, Naschereien konsequent ausser Reichweite zu halten und Gäste freundlich darauf hinzuweisen, dass der Hund nichts vom Tisch bekommt.
Was tun, wenn es doch passiert ist? Notieren Sie sich jetzt schon die Nummer des tierärztlichen Notdienstes in Ihrer Region und die des Schweizer Tox Info Suisse (145). Je schneller Sie reagieren, desto besser die Prognose. Beobachten Sie Ihr Tier nach einem Verdachtsfall genau und fahren Sie im Zweifel lieber einmal zu viel in die Praxis als einmal zu wenig. Genau für solche unerwarteten Notfälle lohnt sich übrigens eine Animalia Tierversicherung – dazu später mehr.
Weihnachtsbaum, Kerzen und Dekoration tiersicher gestalten
Der Weihnachtsbaum ist für Katzen ein Kletterparadies und für junge Hunde ein einziges grosses Spielzeug. Sichern Sie den Baum deshalb gegen Umkippen – etwa mit einem schweren Standfuss oder einer unauffälligen Befestigung an Wand oder Decke. Hängen Sie zerbrechliche Kugeln in die oberen Zweige und verzichten Sie im unteren Drittel ganz auf Schmuck, wenn Ihr Tier neugierig ist.
Lametta und Geschenkbänder sind besonders für Katzen gefährlich: Verschluckte Fäden können sich im Darm verfangen und schwere Verletzungen verursachen, die operiert werden müssen. Auch Schneespray, künstlicher Schnee und duftende Deko-Öle haben in Tierhaushalten nichts verloren. Setzen Sie stattdessen auf Holzschmuck, Strohsterne und stabile Kugeln aus Kunststoff.
Echte Kerzen und Tiere sind eine riskante Kombination. Ein wedelnder Hundeschwanz oder eine springende Katze haben schon manchen Adventskranz in Brand gesetzt. LED-Kerzen sehen heute täuschend echt aus und nehmen dem Fest nichts von seiner Stimmung. Wenn Sie nicht auf echtes Kerzenlicht verzichten möchten, zünden Sie Kerzen nur an, wenn Sie im Raum sind, und platzieren Sie sie erhöht und standsicher.
Denken Sie auch an die Pflanzen: Weihnachtssterne, Misteln, Stechpalmen und Amaryllis sind für Hunde und Katzen giftig. Das Baumwasser im Christbaumständer kann Konservierungsmittel und Harze enthalten – decken Sie es ab, damit Ihr Tier nicht daraus trinkt. Wer diese Punkte beachtet, hat die häufigsten Dekorations-Unfälle bereits ausgeschlossen.
Das Festtagsmenü: So feiert der Napf mit
Natürlich soll auch Ihr Vierbeiner an den Festtagen etwas Besonderes bekommen – nur eben das Richtige. Statt Resten vom Tisch, die mit Gewürzen, Zwiebeln und Fett belastet sind, empfehlen wir eine hochwertige Festtagsportion aus artgerechtem Frischfleisch. Im Anifit Shop finden Sie Nassfutter mit einem Fleischanteil von über 90 Prozent, ohne Zucker, ohne künstliche Konservierungsstoffe und in Lebensmittelqualität – das dürfen Hund und Katze auch an Weihnachten mit gutem Gewissen geniessen.
Scully bekommt an Heiligabend traditionell seine Lieblingssorte mit einem Löffel gekochtem Kürbis – festlich angerichtet, versteht sich. Katzenhalterinnen und Katzenhalter können mit einer kleinen Portion hochwertigem Nassfutter und einigen wenigen Freeze-dried-Leckereien Festtagsstimmung in den Napf bringen. Wichtig ist, die Tagesration insgesamt im Blick zu behalten: Viele kleine Extras summieren sich schnell.
Wenn Sie selbst etwas zubereiten möchten: Ungewürztes, gekochtes Pouletfleisch, etwas Rüebli und Kartoffeln sind eine sichere Basis. Verzichten Sie auf Salz, Zwiebeln, Knoblauch, Rahmsaucen und Knochen – Geflügelknochen splittern und können innere Verletzungen verursachen. Der Braten duftet verführerisch, aber die Knochen gehören konsequent in den verschlossenen Abfall.
Ein praktischer Tipp für die Festtage mit Gästen: Vereinbaren Sie eine klare Familienregel, dass nur eine Person das Tier füttert. So behalten Sie den Überblick, und der Hund lernt nicht, am Tisch zu betteln. Für den Zwischendurch-Genuss eignen sich zahnpflegende Kausnacks deutlich besser als Guetzli – und die Kalorienbilanz bleibt im Rahmen.
Geschenkideen für Hund und Katze
Auch Vierbeiner freuen sich über Geschenke – vor allem über solche, die Beschäftigung und Komfort bringen. Ein neues Intelligenzspielzeug, ein robuster Ball oder eine Schnüffelmatte sorgen für geistige Auslastung an den trubelfreien Tagen zwischen den Jahren. Im Bereich Hundezubehör haben wir handgefertigte Geschirre, Halsbänder und Gassitaschen von EMMY & PEPE zusammengestellt, die nicht nur schön aussehen, sondern jahrelang halten.
Ein orthopädisches Hundebett ist ein Geschenk, von dem Ihr Hund jede Nacht profitiert – besonders ältere Tiere und grosse Rassen. Die Modelle in unserem Sortiment können Sie 30 Tage probeschlafen lassen. Für Katzen sind erhöhte Liegeplätze, ein neuer Kratzbaum oder ein Fensterplatz mit Aussicht die Klassiker, die praktisch immer ankommen.
Wer einem tierischen Familienmitglied etwas wirklich Nachhaltiges schenken möchte, denkt an Sicherheit: Ein Tractive GPS-Tracker für den Hund oder der besonders leichte Tracker für Katzen zeigt jederzeit, wo sich das Tier befindet – ein beruhigendes Geschenk, das sich spätestens an Silvester bezahlt macht.
Und wenn bei Ihnen unter dem Baum ein Welpe einziehen soll: Bitte treffen Sie diese Entscheidung nie spontan. Ein Tier ist ein Familienmitglied für viele Jahre. Wenn die Entscheidung gut überlegt ist, finden Sie in unserer Welpenfibel einen kompakten Leitfaden für die ersten Wochen – von der Eingewöhnung über die Fütterung bis zur Stubenreinheit.
Besuch, Trubel und Reisen über die Festtage
Viele Gäste bedeuten viele Reize. Richten Sie Ihrem Tier einen ruhigen Rückzugsort ein – ein Körbchen im Schlafzimmer, eine Transportbox mit offener Tür oder ein Kratzbaum in einem ruhigen Zimmer. Wichtig ist, dass dieser Ort tabu für Gäste und Kinder ist. Ein Tier, das sich zurückziehen kann, bleibt deutlich entspannter, als eines, das dem Trubel ausgeliefert ist.
Erklären Sie Kindern vor dem Fest die wichtigsten Regeln im Umgang mit Ihrem Tier: nicht beim Fressen stören, nicht am Schwanz ziehen, das Tier nicht bedrängen, wenn es sich zurückzieht. Die meisten Zwischenfälle an Feiertagen passieren aus Übermut und Unwissen – nicht aus Bosheit. Ein kurzer Hinweis zu Beginn erspart allen Beteiligten Stress.
Wenn Sie über die Festtage verreisen, planen Sie frühzeitig: Gute Tierpensionen und Betreuungspersonen sind im Dezember schnell ausgebucht. Für Autofahrten gilt: Das Tier gehört gesichert in eine Transportbox oder ans Sicherheitsgeschirr. Ein bewährtes Reisekörbchen macht die Fahrt für kleine Hunde deutlich angenehmer. Packen Sie gewohntes Futter ein – Futterumstellungen und Reisestress sind eine schlechte Kombination.
Bleibt das Tier zu Hause bei einer Betreuungsperson, hinterlassen Sie eine kurze schriftliche Übersicht: Futtermengen und -zeiten, Medikamente, Eigenheiten, Tierarztnummer und Ihre Erreichbarkeit. Je klarer die Instruktionen, desto ruhiger können Sie die Festtage geniessen – und desto sicherer fühlt sich auch die Betreuung.
Silvester: Der stressigste Abend des Jahres
Für viele Hunde und Katzen ist die Silvesternacht der schlimmste Abend des Jahres. Das Gehör von Hunden ist um ein Vielfaches empfindlicher als unseres – Feuerwerkskörper sind für sie nicht Festfreude, sondern bedrohlicher Lärm ohne erkennbare Ursache. Panikreaktionen sind häufig: Jedes Jahr entlaufen rund um den Jahreswechsel besonders viele Tiere.
Bereiten Sie den Abend vor: Gehen Sie mit dem Hund vor Einbruch der Dunkelheit ausgiebig spazieren – an der Leine, auch wenn Ihr Hund sonst zuverlässig ist. Ein einzelner Böller reicht, um ein Tier in Panik davonlaufen zu lassen. Katzen mit Freigang sollten am 31. Dezember und am 1. Januar im Haus bleiben. Schliessen Sie Fenster, Läden und Vorhänge und schaffen Sie mit Musik oder Fernseher eine gleichmässige Geräuschkulisse.
Verhalten Sie sich selbst ruhig und normal. Sie dürfen Ihr Tier trösten, wenn es Nähe sucht – die alte Regel, Angst zu ignorieren, gilt als überholt. Bewährt haben sich zudem sichere Rückzugshöhlen, beruhigende Kausnacks am Abend und bei stark betroffenen Tieren ein rechtzeitiges Gespräch mit der Tierarztpraxis über unterstützende Präparate. Beginnen Sie damit nicht erst am 30. Dezember.
Die wichtigste Absicherung für den Ernstfall: ein GPS-Tracker am Halsband. Sollte Ihr Hund trotz aller Vorsicht in Panik entlaufen, sehen Sie mit dem Tractive GPS live auf dem Handy, wohin er gelaufen ist, und können ihn gezielt einsammeln, statt stundenlang in der Dunkelheit zu suchen. Scully trägt seinen Tracker in der Silvesterwoche durchgehend – der Akku hält mehrere Tage, und die Live-Ortung funktioniert ohne Distanzlimit.
Wintergesundheit: Pflege in der kalten Jahreszeit
Die Festtage fallen mitten in den Winter – und der stellt eigene Anforderungen an die Tierpflege. Streusalz und Splitt greifen die Pfotenballen an. Spülen Sie die Pfoten nach jedem Spaziergang mit lauwarmem Wasser ab und kontrollieren Sie die Zwischenräume auf Risse und Fremdkörper. Ein dünner Schutzbalsam vor dem Spaziergang beugt spröden Ballen vor.
Kurzhaarige und ältere Hunde kühlen bei Minusgraden schnell aus. Ein gut sitzender Hundemantel ist kein modisches Accessoire, sondern sinnvoller Schutz – achten Sie auf Bewegungsfreiheit und darauf, dass der Mantel am Bauch schliesst. Bewegung bleibt auch im Winter wichtig: lieber mehrere kürzere Runden als eine lange, bei der das Tier auskühlt.
Wohnungskatzen leiden im Winter eher unter trockener Heizungsluft und Langeweile. Sorgen Sie für Beschäftigung mit Spielangeln, Futterbällen und täglichen Spieleinheiten. Kontrollieren Sie das Gewicht: Weniger Bewegung bei gleicher Futtermenge führt schleichend zu Übergewicht – die Winterspeck-Falle betrifft Tiere genauso wie uns.
Denken Sie auch im Winter an Parasitenschutz: Zecken sind bei milden Temperaturen weiterhin aktiv, und die Gefahr ist erst bei anhaltendem Frost gebannt. Kontrollieren Sie Ihr Tier nach Spaziergängen im Unterholz weiterhin gründlich – besonders an Kopf, Hals und Achseln.
Der Weihnachtsspaziergang: Winterrunden richtig planen
Zwischen Guetzli backen und Geschenke einpacken bleibt die Bewegung schnell auf der Strecke – dabei ist sie das beste Ventil für die Aufregung der Festtage. Ein Hund, der körperlich und geistig ausgelastet ist, liegt am Heiligabend entspannt unter dem Tisch, statt bei jedem Klingeln aufzuspringen. Planen Sie die Runden deshalb fest in den Tagesablauf ein, auch wenn es hübsch häuslich zugeht.
Im Winter gilt: Timing vor Länge. Die Mittagsstunden sind am wärmsten und hellsten, die Wege am besten einsehbar. Bei Glatteis lohnt sich ein Umweg über geräumte oder weiche Böden – auf gefrorenem Untergrund rutschen Hunde weg und überdehnen sich Sehnen. Verzichten Sie bei Frost auf abruptes Ballwerfen und Wendespiele; Wärmen Sie stattdessen mit fünf Minuten ruhigem Gehen auf, bevor Sie Tempo machen.
Nutzen Sie den Spaziergang für Kopfarbeit: Suchspiele im Schnee, Leckerlis unter Laub verstecken, kurze Gehorsamsübungen zwischendurch. Zehn Minuten Schnüffelarbeit ermüden einen Hund stärker als eine halbe Stunde Rennen – ein unschätzbarer Vorteil, wenn die Tage kurz sind und die Wohnung voll ist.
Denken Sie an die Ausrüstung: eine gut sitzende, wetterfeste Garnitur macht den Unterschied zwischen Pflichtrunde und Freude. Die handgefertigten Geschirre, Halsbänder und Gassitaschen von EMMY & PEPE aus unserem Hundezubehör-Sortiment sind dafür gemacht – vegan, wasserfest und mit sicheren Beschlägen, die auch bei Frost zuverlässig schliessen.
Katzen an Weihnachten: Ruhe als Geschenk
Während Hunde den Trubel oft mitfeiern, ziehen sich Katzen zurück. Das ist kein Desinteresse, sondern gesunder Selbstschutz: Fremde Stimmen, Gerüche und veränderte Möbelstellungen bedeuten für ein Revier-Tier Stress. Zwingen Sie Ihre Katze nie zum Kontakt mit Gästen, und bitten Sie besonders Kinder, sie in Ruhe zu lassen, wenn sie sich verzieht.
Halten Sie die Fixpunkte stabil: Futterzeiten, Napfstandort, Katzentoilette und Liegeplätze sollten während der Festtage unverändert bleiben. Wenn das Wohnzimmer zum Festsaal wird, richten Sie vorab einen zweiten, ruhigen Raum mit allem Notwendigen ein – inklusive Wasser, Toilette und einem erhöhten Schlafplatz mit Übersicht.
Achten Sie auf die typischen Katzengefahren der Saison: Geschenkbänder und Lametta werden verschluckt und können den Darm verschlingen, Duftöle und Raumsprays reizen die empfindlichen Atemwege, und ein offenes Fenster in der überhitzten Wohnung endet schnell im Absturz. Kippfenster sind für Katzen besonders tückisch – sichern Sie sie mit Schutzgittern.
Beschenken Sie Ihre Katze mit Beschaffung statt Ballast: eine neue Schnüffelmatte, ein Futterball, ein Fensterbrett mit Aussicht oder zehn Minuten konzentriertes Spiel mit der Angel am Abend. Für Freigänger ist der federleichte Tractive Tracker für Katzen das sinnvollste Geschenk der Saison – spätestens, wenn ab dem 30. Dezember die ersten Böller fliegen.
Welpen und Junghunde an den Festtagen
Für einen Welpen ist die erste Weihnacht eine Reizüberflutung: viele Hände, viele Gerüche, viele Geräusche. Dosieren Sie bewusst. Junge Hunde brauchen im Verhältnis viel mehr Schlaf als erwachsene – bis zu zwanzig Stunden am Tag. Wer den Welpen dauerhaft im Besucherstrudel lässt, riskiert Überdrehen, Beißen aus Übermüdung und langfristig Ängste.
Legen Sie feste Ruhezeiten ein, notfalls hinter geschlossener Tür oder in der Box, und erklären Sie Gästen, dass ein schlafender Welpe nicht geweckt wird. Halten Sie auch die Fütterung strikt bei den gewohnten Mengen und Zeiten – Festtagsreste sind der häufigste Grund für Welpendurchfall zwischen den Jahren.
Nutzen Sie die Feiertage für positive Sozialisierung in kleinen Dosen: ein ruhiger Gast, der Leckerlis wirft; ein neues Geräusch aus der Distanz; ein kurzer Ausflug in eine belebtere Strasse. Immer freiwillig, immer mit Fluchtmöglichkeit, immer beenden, bevor der Welpe überfordert ist.
Alle wichtigen Grundlagen für die ersten Monate – Eingewöhnung, Fütterung, Stubenreinheit, Impf- und Entwurmungsplan – haben wir in unserer Welpenfibel zusammengefasst. Sie ist kostenlos und richtet sich an alle, die einen Hund neu in die Familie holen oder es demnächst planen.
Notfall an den Feiertagen: Vorbereitet statt überrascht
Rund um Weihnachten und Neujahr sind Tierarztpraxen geschlossen oder nur über Notdienste erreichbar – und genau dann passieren statistisch besonders viele Zwischenfälle. Klären Sie deshalb jetzt, welche Notfallpraxis in Ihrer Region über die Festtage besetzt ist, wie lange Sie dorthin brauchen und wie die Anmeldung funktioniert.
Notieren Sie drei Nummern gut sichtbar: Ihre Stammpraxis, den regionalen Notdienst und Tox Info Suisse (145) für Vergiftungsverdacht. Speichern Sie sie zusätzlich im Handy. Im Ernstfall zittern die Hände – dann ist Suchen die schlechteste Beschäftigung.
Legen Sie ein kleines Notfallset bereit: Verbandsmaterial, sterile Kompressen, selbsthaftende Binde, Zeckenzange, Einwegspritze ohne Nadel zum Spülen, Rettungsdecke, Maulschlaufe und eine Kopie des Impfpasses. Wichtig: Geben Sie niemals eigenmächtig Humanmedikamente – Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol sind für Hunde und Katzen giftig.
Nicht zu unterschätzen ist die Kostenfrage: Notdienstzuschläge, bildgebende Diagnostik und eine ungeplante Operation summieren sich rasch auf mehrere Tausend Franken. Die Animalia Tierversicherung fängt genau diese Situationen ab – ohne Altersgrenze, mit freier Tierarztwahl in der ganzen Schweiz. Wer noch nicht versichert ist, sollte das Thema im Januar angehen, solange das Tier gesund ist.
Rückblick auf 2026 – und ein Ausblick
Für Miss-Scully war 2026 ein bewegtes Jahr: Wir haben unseren Webauftritt komplett überarbeitet, den Anifit Shop mit dem gesamten Frischfleisch-Sortiment für Hunde und Katzen ausgebaut, die Partnerschaft mit der Animalia Tierversicherung vertieft und mit den Tractive GPS-Trackern ein Sicherheitsthema aufgenommen, das uns persönlich am Herzen liegt.
Am meisten gefreut haben uns Ihre Rückmeldungen: Fragen zu Futterumstellungen, Fotos Ihrer Vierbeiner mit den EMMY & PEPE Geschirren und Berichte, wie der GPS-Tracker eine entlaufene Katze wieder nach Hause gebracht hat. Genau dafür machen wir diese Arbeit – von Tierfreunden für Tierfreunde, ehrlich und ohne leere Versprechen.
Auch 2027 bleibt unser Anspruch derselbe: Wir empfehlen nur, was wir selbst mit Scully getestet haben oder wovon wir aus eigener Erfahrung überzeugt sind. Im Blog erwarten Sie weiterhin jeden Monat fundierte Ratgeber rund um Ernährung, Gesundheit, Sicherheit und Zubehör – praxisnah und auf Schweizer Verhältnisse zugeschnitten.
Wir wünschen Ihnen und Ihren Vierbeinern von Herzen frohe Weihnachten, besinnliche Festtage und einen guten, sicheren Rutsch ins neue Jahr. Bleiben Sie gesund – und denken Sie in der Spendenzeit auch an die Tiere in den Tierheimen, die noch auf ihr Zuhause warten. Nicolas & Scully
Reisen über die Festtage: Auto, Zug und Grenzübertritt
Wer über Weihnachten zu Verwandten fährt, nimmt das Tier meist mit. Damit die Fahrt für alle entspannt bleibt, gilt die wichtigste Regel zuerst: Das Tier muss gesichert transportiert werden. Eine crashgeprüfte Transportbox im Kofferraum oder auf dem Rücksitz, alternativ ein Sicherheitsgeschirr mit kurzem Gurtadapter. Ein ungesicherter Hund wird beim Bremsen zum Geschoss – für sich und für alle Mitfahrenden.
Planen Sie Pausen ein: alle zwei Stunden eine kurze Löse- und Trinkpause, bei Welpen und Senioren häufiger. Füttern Sie nicht unmittelbar vor der Fahrt – zwei bis drei Stunden Abstand reduzieren Übelkeit deutlich. Ein leicht gekippter Fensterspalt sorgt für Frischluft, ohne dass es zieht; die Heizung sollte nicht direkt auf die Box blasen.
Nehmen Sie das gewohnte Futter in ausreichender Menge mit. Eine Futterumstellung im Ferienhaushalt ist der häufigste Grund für Durchfall zwischen den Jahren. Praktisch sind portionierte Dosen und ein zweiter Napf fürs Auto. Wasser immer dabei haben – auch im Winter, denn Heizungsluft im Auto trocknet stark aus.
Für kleinere Hunde macht ein passendes Reisekörbchen den Unterschied zwischen Stress und Nickerchen: vertrauter Geruch, weiche Polsterung, klarer Rahmen. Bei Auslandsreisen prüfen Sie frühzeitig Heimtierausweis, Mikrochip-Nummer und die Tollwutimpfung – sie muss mindestens 21 Tage vor der Ausreise erfolgt sein, wenn sie neu oder nach einer Lücke verabreicht wird.
Spenden, Tierschutz und bewusst schenken
Die Festtage sind traditionell die Zeit der Spenden – und für Tierheime die Zeit des grössten Bedarfs. Während viele Familien feiern, sitzen in den Schweizer Tierheimen Hunde und Katzen, deren Halter verstorben sind, die abgegeben wurden oder die niemand mehr wollte. Der Betrieb läuft über Weihnachten weiter, mit vollen Boxen und ehrenamtlichem Personal.
Hilfreich ist alles, was konkret ankommt: Geldspenden für Tierarztkosten, Futterspenden nach Bedarfsliste, Decken und Handtücher, oder Zeit als Gassigänger. Fragen Sie beim Heim in Ihrer Region nach der aktuellen Wunschliste, statt ins Blaue zu spenden – nicht jedes Heim kann Sachspenden lagern, viele brauchen vor allem Bargeld für Behandlungen.
Wenn Sie ein Tier aus dem Tierschutz aufnehmen möchten, planen Sie den Einzug bewusst nicht auf Heiligabend. Ein neues Tier braucht Ruhe, Struktur und viel Aufmerksamkeit – all das ist im Festtagstrubel nicht vorhanden. Der Januar ist der bessere Monat: Der Alltag ist zurück, die Wohnung ruhig, und Sie haben Zeit für die Eingewöhnung.
Und für das eigene Tier gilt: Bewusst schenken statt viel schenken. Ein hochwertiges Geschirr, das Jahre hält, ein orthopädisches Hundebett oder eine Portion echtes Frischfleisch aus dem Anifit Shop bringen mehr als fünf Billigspielzeuge, die nach zwei Tagen kaputt sind. Nachhaltigkeit ist auch im Tierbedarf die bessere Investition.
Die ersten Tage im neuen Jahr: Zurück zur Routine
Nach zwei Wochen Ausnahmezustand fällt vielen Tieren die Rückkehr in den Alltag schwer. Plötzlich sind alle wieder bei der Arbeit, die Wohnung ist leer, die Aufmerksamkeit weg. Besonders Hunde, die über die Feiertage rund um die Uhr Gesellschaft hatten, reagieren mit Unruhe oder Trennungsstress.
Gestalten Sie den Übergang deshalb gleitend: Beginnen Sie schon zwischen den Jahren, die Alleinzeit wieder aufzubauen – zuerst zehn Minuten, dann eine halbe Stunde, dann länger. Verabschieden Sie sich unaufgeregt und begrüssen Sie ruhig. Ein gefüllter Kauartikel oder ein Futterspielzeug beim Verlassen der Wohnung verknüpft das Alleinsein positiv.
Stellen Sie auch die Fütterung wieder auf Normalmass. Nach Festtagsportionen und Extras schleicht sich schnell ein halbes Kilo zu viel an – bei einem kleinen Hund ist das viel. Wiegen Sie am 2. Januar und passen Sie die Ration für zwei Wochen leicht nach unten an, bis das Ausgangsgewicht erreicht ist.
Nutzen Sie den Jahresbeginn für die Organisation: Impfpass prüfen, Vorsorgetermin buchen, Parasitenschutz nachbestellen, Versicherungsschutz überdenken. Wer die Animalia Tierversicherung noch nicht hat, ist im Januar mit einem gesunden Tier am besten dran – bestehende Erkrankungen sind grundsätzlich ausgeschlossen.
Silvester und Neujahr: Der Ausnahmezustand für Tierohren
Kein anderer Abend im Jahr fordert Tierhalter so wie der 31. Dezember. Das Gehör von Hunden ist auf Frequenzen und Lautstärken empfindlich, die für uns bereits unangenehm sind – Feuerwerk liegt für sie im schmerzhaften Bereich. Dass die Explosionen keine erkennbare Ursache haben, macht es schlimmer: Es gibt kein Verhalten, mit dem das Tier den Lärm beenden kann.
Bereiten Sie den Abend gezielt vor. Die letzte Runde findet vor Einbruch der Dunkelheit statt, konsequent an der Leine – auch bei sonst zuverlässigen Hunden. Ein einzelner Böller genügt für eine Panikreaktion. Danach bleiben Fenster, Läden und Vorhänge geschlossen; eine gleichmässige Geräuschkulisse aus Musik oder Fernseher maskiert die Knallgeräusche.
Bleiben Sie beim Tier und verhalten Sie sich normal. Trösten ist erlaubt und richtig, wenn Ihr Hund Nähe sucht – die alte Regel, Angst zu ignorieren, ist überholt. Was Sie vermeiden sollten: übertriebenes Bemitleiden, hektisches Herumlaufen und der Versuch, das Tier zum Rauskommen zu bewegen. Wer sich verkriechen will, darf sich verkriechen.
Bei stark betroffenen Tieren lohnt das Gespräch mit der Tierarztpraxis über unterstützende Präparate – rechtzeitig im Dezember, nicht am 30. Und für den Ernstfall: Legen Sie in der Silvesterwoche durchgehend den Tractive GPS-Tracker an. Panisch entlaufene Hunde legen Kilometer zurück; mit Live-Ortung finden Sie Ihren Hund gezielt, statt die Nacht suchend zu verbringen.
Die wichtigsten Punkte auf einen Blick
Erstens: Schokolade, Rosinen, Xylit, Zwiebeln, Macadamianüsse und Knochen konsequent ausser Reichweite halten. Die Notfallnummern von Tierarzt und Tox Info Suisse (145) griffbereit notieren. Zweitens: Weihnachtsbaum sichern, auf Lametta verzichten, LED-Kerzen verwenden, giftige Pflanzen erhöht oder gar nicht aufstellen.
Drittens: Festtagsmenü fürs Tier aus hochwertigem Frischfleisch statt Tischresten – artgerechtes Nass- und Trockenfutter finden Sie im Anifit Shop. Viertens: Rückzugsort einrichten, Kindern Regeln erklären, Betreuung früh organisieren und Instruktionen schriftlich übergeben.
Fünftens: Silvester vorbereiten – Abendrunde vor der Dämmerung an der Leine, Katzen im Haus behalten, Fenster schliessen, Ruhe ausstrahlen und den GPS-Tracker anlegen. Sechstens: Winterpflege nicht vergessen – Pfoten spülen, Wintermantel für empfindliche Hunde, Gewicht im Blick behalten, Zeckenschutz weiterführen.
Und siebtens: Für den medizinischen Ernstfall, der gerade an Feiertagen teuer werden kann, lohnt sich die Absicherung durch die Animalia Tierversicherung – ohne Altersgrenze und mit freier Tierarztwahl. Wenn Sie Fragen zu einem der Themen haben, schreiben Sie uns an info@miss-scully.ch – wir beraten Sie gerne persönlich und unverbindlich.



